Morgens um 10.00 Uhr war Treffen angesagt. Wenn dat Simönchen natürlich nach ´ner gewissen Fahrtzeit merkt, das der Stuhl noch daheim in der Garage steht (den sie dann sowieso nicht aus dem Auto geholt hat) und wieder zurück fährt, ja dann verspätet man sich halt.
Zum Glück kam Kirsten auch zu spät und wußte sich besser zu helfen als ich. So Reiter wissen halt wo Schafe stehen! 
So erreichten wir die schon vorhandene, lustige Runde und los ging es. Zuerst wurde der geplante Parcour des Fun- und Arbeisspaß-Trials abgelaufen. Alles genau erläutert und besprochen und danach trainierte ein Teil der Leute noch ein wenig, während sich der Rest den Gaumenfreuden hingab und Kaffee und reichlichem Kuchen fröhnte.
Pünktlich gegen Mittag ging es dann los. Jeder Name wurde auf einen Zettel geschrieben, kam in den Lostopf – ersatzweise waren Brittas Pranken ausreichend – und Volker als Richter persönlich zog die Teams.
Ein Team bestand aus Starter mit Hund und “Hiwi” mit “Hiwi-Hund”. Der Starter lief den Parcour und die “Hiwis” taten das, was deren Job war. Absichern. Schafe für den bevorstehenden Mini-Outrun holen und Ruhepferch öffnen und zur Straße hin absichern.
Der Parcour hatte es wirklich in sich (Skizze anbei).

Aus dem Hauptpferch mußte eine Gruppe von 6-8 Schafen in den Vorpferch getrieben werden. Von dort ging es dann eine schöne Strecke durch ein Tor, ein Knick und rüber zum Slalom, ein kleiner Teich mußte umrundet werden und die Schafe an einer Pylone stabilisiert. Von dort holte der “Hiwi-Hund” die Schafe dann ab und stellte sie zusammen mit dem “Hiwi-Mensch” ca. 50m weiter an eine andere Pylone. Klingt alles ganz einfach, isses aber nicht. Denn die direkte Linie enthielt: einen Teich, eine Baumwurzel, und einen kleinen Hügel. Die diversen anderen Bäumchen auf der Fläche zähle ich jetzt großzügigerweise mal nicht großes Grinsen
Außerdem hatten die Schafe deutlichen Zug zum Auslaßpferch und größteils sah man (gottseidank waren das Merino- und Schwarzkopfmischungen) nur Schafsköppe. Der Starterhund mußte dann also seinen Outrun laufen und durch das “Naturgewusel” die Schafe wieder seinem Handler bringen.
Dort angekommen wurden die Schafe stabilisiert, bis der “Hiwi” das Netz auf der anderen Seite des Feldweges geöffnet hatte. Das wurde auch mit bewertet, dann hier war absichern des Feldweges und des Weizenfeldes in unmittelbarer Nachbarschaft angesagt. Punkte gabs dann auch für die Teamfähigkeit smile
Annette und Stefan haben sich voll ins Zeug gelegt, Kaffee, Kuchen, Suppe für alles war gesorgt, den überreichlichen Rest hat jeder der Teilnehmer auch noch mitgebracht. War bissgen “Klein-Scharaffenland” in Strüth.
Mehr gibts beim *click* auf das Bild

waren diesmal das Foto-Objekt der Begierde. Mehr zum Glanrind bei wikipedia. Mehr Bilder gibt es beim *click* auf das Foto.

| 5. Juni 2010 | bis | 6. Juni 2010 |
Diesmal einen Bericht von den hinteren Plätzen
Das Feld auf Gut Schiff erinnert mich ein bisschen an Nordwales oder Schottland. Ein großes Feld, welches nach rechts steil in Stufen nach oben ging. Begrenzt wurde es dort oben von Wald. Mitten auf dem Hügel stand auch noch ein Kreuz. Die Schafe mußten beim Lift in Klasse 2 schräg diesen Hang herunter und auch beim ersten Treibschenkel den Hang rauf. Das taten sie noch ziemlich bereitwillig, da sich ja die Gelegenheit zur Flucht bieten könnte. Den CrossDrive machte das allerdings richtig schwierig. Die Schafe waren tatsächlich Moorschnucken und bestanden zum überwiegenden Teil aus jährigen Hammeln! Das die Schafe nicht einfach waren, konnte ich beim beobachten der paar Läufe vor mir sehen.
Also dachte ich “lass den Hund auf den Beinen und flüssig”. Grau ist alle Theorie 
Jane also auf den Outrun geschickt (16 Punkte) und sie war noch garnicht hinten, den strammen “get up” Pfiff losgeschickt (7 Punkte). Und das war ein Kardinalsfehler. Jane total konfus “wieso jetzt auf einmal schnell machen? und ohne hinlegen?”. Hatten wir doch seit letztem Jahr beständig auf langsam und vorsichtig liften hingearbeitet. Das Zögern hatte einer der Hammel sofort wahrgenommen und sah seine Chance zum Auslass zurück zu marschieren. Jane coverte das immer sauber, ihr fehlte allerdings das letzte Quentchen was es braucht, um das Schaf zu drehen. So spielte sich dort hinten vor meinen Augen ´ne Patt Situation vom Feinsten ab. Flankieren – keine Chance. Das Schaf wollte es wissen.
Hand heben, hingehen war für mich jetzt das Einzige um dem Hund sein Erfolgserlebnis geben zu können. Hab ich dann auch gemacht. In Janes Wohlfühlbereich angekommen, hat sie dem Hammel dann auch durch ein feinstes *klack* Geräusch ihrer Zähne vor seinem Gesicht klar gemacht, das jetzt Schluß mit lustig ist und so konnten wir die Gruppe wenigstens noch abräumen.
Rest war Schafe stellen und da haben die Schäfchen am Samstag wirklich alles von Jane gefordert incl. einmal drüber rennen.
Der Rest ist einfach unter “Überehrgeiz” zu verbuchen. Jane sah Sonntag okay aus, also haben wir Schafe gestellt. Bis sie anfing beim Rückweg zu hinken, wahrscheinlich die Nachwirkungen des Schafes vom Samstag. Rhimadyl hats gerichtet soweit, mit starten war dann allerdings nix mehr.