vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Donnerstag, 22. Mai 2008

    Hüteseminar mit Viola Hebeler

    9. November 2008

    Am 9. November fand das “Seminar für Anfänger und Fortgeschrittene bei Britta Pütz in 53773 Hennef statt.
    Ausbilderin war Dr. Viola Hebeler.
    Leider mußte ich absagen, da ich mich für ein anderes Seminar entschieden hatte. Dies fiel dann prompt aus. Dennoch hier der Link zu den Bildern von Martin Schulte zu diesem Seminar.

    außer der Norm

    Vorgestern war noch “alles-in-Ordnung-vor-sich-hin-plätschernder” Schafhalter-Alltag, gestern holt es dann nach.
    Zwei der Damen hinken (mal wieder). Ein Lamm hat sich unterm Augenlid aufgerissen und will verarztet werden.
    Zum Glück ist die Tochter hilfsbereit und wir fahren gestern gegen abend los und bauen den Pferch auf. Schafe rein – warum hab ich mir nur so kitzelige, lämmerverteidigende Muttern geholt? – und erstmal das Lamm versorgt. Zum Glück sieht die Verletzung schlimmer aus, als sie ist. Mit Aluspray wird das ganze in ein paar Tagen nicht mehr zu sehen sein.
    Eine der Muttern die hinkt, ist eine von meinen “Dauerkandidaten”. Hinken, ausschneiden, ein paar Wochen alles in Ordnung, wieder hinken….usw. usf. Ich kämpfe hier wahrscheinlich gegen die Nachwirkungen von Blauzunge. Die Klauen schuhen aus, sind unförmig und beim ausschneiden, kann ich die im Schaf-Forum mehrmals beschriebenen Anzeichen erkennen.
    Wie die Moorschnucken die Wiese in Angriff nehmen, erfreut heute morgen dafür wieder mal mein Auge. Ich hatte bereits befürchtet, das sie sich vorzugsweise über die jungen Obstbäume hermachen und die Disteln z.B. großräumig umfressen. Weit gefehlt. Der Baumschutz funktioniert gut. Die seitlichen Ableger haben dagegen keine Chance und die Schafe ersparen mir so die Baumpflege. Den Disteln geht es ebenfalls (erstaunlicherweise) an den Kragen! Vorzugsweise die oberen jungen Triebe werden abgefressen. Ich hoffe, das wir so bereits im nächsten Jahr mit einem starken Rückgang dieser Pflanzen rechnen können, ohne das ich groß Hand anlegen muß.
    Nachdem ich die übliche Bestechung, eine Tüte Brot, verfüttert habe, mache ich mich auf den Weg: Lauf durch die Weinberge.

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