von Fußbädern und ersten Arbeitseinsätzen
Da einige der Mädels immer wieder Probleme mit den Klauen haben und es ein ständiges Ping Pong zwischen ausschneiden und hinken ist, habe ich jetzt die “harte Tour” eingeschlagen.
Also gestern Klauenbad, Treibgang, Trichter und Pferch aufgebaut und los ging es. Der erste Trupp bestand aus meinen “Sorgenkindern”, dort gefallen mir die Klauen am wenigsten. Ausschneiden, gleich entwurmen, die Heptavac Nachimpfung und ab ins Zinkbad. Hier war erstmal viel Überzeugungsarbeit von meiner und Erins Seite zu leisten. Einige schienen das kühle Bad der Klauen dann aber doch irgendwie zu genießen
Den zweiten Trupp teilte ich in zwei Gruppen, da ich den Rest lieber später fertig machen wollte.
Dieser Teil war der wesentlich unkooperativere Trupp der Herde. Außerdem sind Lämmer wie Quecksilber, was ein gezappel wegen ein bisschen Maniküre. Mehr ist das ja bei so einem kleinen Lammfüßchen nicht.
Da es soweit flott von der Hand ging, holte ich den dritten Trupp auch noch zum Pferch. Ich versprach mir dann auch wesentlich mehr Ruhe in den Gruppen. Das Geblöke quer über die Weide ist schon nervenaufreibend.
Nun zeigte sich aber, das die Arbeit und die Hitze an Erins Kondition und Nerven gerüttelt hatten. Außerdem rächte sich jetzt, das ich diesem Hund beigebracht habe über Netze zu hüpfen, um so Abstand zu den Schafen zu halten. Bei drei Gruppen und einer Mutter, die sich vom Acker machen will ist es schwer dem Hund zu erklären, das er vor den Netzen bleiben, dicht an die Muttern gehen und die andere Gruppe stehen lassen muß. Erins Schwanz ging immer häufiger in die Höhe, ein deutliches Zeichen von Überforderung.
Dennoch schafften wir es mit vereinten Kräften auch die dritte Gruppe in den Pferch zu bekommen. Dann schiebe ich sie halt alleine in das Klauenbad ![]()
Jane mußte die ganze Zeit angeleint warten, da ihr Arbeitseifer nicht zu zügeln ist, vor allem wenn zwischen ihr und den Schafen kein Netz steht. Da nun alle Schafe “verpackt” waren, machte ich die Leine ab. Sie würde so noch ein bisschen rumrennen können.
Wieder einmal unterschätzte ich den Arbeitswillen des kleinen Derwischs. Ruck-Zuck balancierte sie die Schafe aus und genauso Ruck-Zuck standen die Ladys in Reih und Glied im Treibgang – fertig für das Klauenbad!
Die letzten drei Paar Schafe habe ich dann zusammen mit Jane ins Klauenbad befördert, während Erin froh war, im Schatten ausruhen zu können. Obwohl Jane außer “lie down” noch keinerlei Kommandos hat (wenn man mal vom “sch sch” für die Flanken absieht) hatte sie ihren ersten kleinen “Arbeitseinsatz” ![]()
Nur über die Bedeutung von Feierabend sind wir nach wie vor unterschiedlicher Meinung. Während ich froh war, das alle Schafe versorgt sind und wir jetzt heim fahren können, fand Jane, das das ja wohl noch nicht alles gewesen sein kann.



