vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Sonntag, 20. Juli 2008

    erster Umtrieb

    Unser erster Umtrieb zu Fuß war routiniert und irgendwie “unspektakulär”. Gestern noch habe ich die Moorschnucken “probeweiße” aus der Koppel geholt um mit ihnen zu einer umgestürzten Weide in der Nähe zu laufen. Die Schafe fressen die Blätter sehr gerne. Das ganze verlief ruhig und gesittet ab und ich machte mir daher für heute morgen weniger Sorgen.

    In aller Herrgottsfrühe kurz nach 5 Uhr stand Anika und die kleine Pepper dann pünktlich vor der Tür und los ging es. Anfangs kam den Mädels der kleine rote Hund etwas verdächtig vor, aber Pepper meisterte das ganz toll. Wenn die Anika nur nicht ständig “lie down”, “lie down” rufen würde! :D

    Pepper und Erin ergänzten sich wunderbar, obwohl sie noch nie zuvor zusammen gearbeitet hatten. Die beiden hatten die Situation wirklich immer im Griff. Erin machte ihren Job als “Bremse” vorn sehr gut. Hin und wieder bewies sie den Schnucken durch bloßes Stehenbleiben aber “das die nicht denken sollen, sie laufe etwa weg”. :)

    Zwar ist um diese frühe Zeit kaum jemand unterwegs, trotzdem stiesen wir auf einen netten Radfahrer, der viel Zeit hatte und auf der kurzen Strecke, die wir auf der Straße zurücklegten ruhig und langsam hinter uns her fuhr. Die beiden Autofahrer die uns begegneten waren zwar um einiges schneller unterwegs, aber Pepper hatte die Moorschnucken rechtzeitig auf dem Grünstreifen “geparkt”.

    Mein letztes “Bauchwehobjekt” die Straßenunterführung passierten die Moorschnucken mit flinken Klauen um sich dann sogleich dem frischen Aufwuchs der Heuwiesen zu widmen. Dieser Teil der Strecke war bei weitem der schönste. Aufsteigender Nebel, erste warme Sonnenstrahlen, Rehe und Störche begleiteten uns auf den letzten Metern bis zur neuen Weide.

    Vielen Dank an Anika und ihre kleine Pepper! :)

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