Peppers Driving Service
Sonntag 5.30 Uhr. Heute ist wieder einmal umtreiben angesagt. Ich nehme außer Erin auch “Urlaubshund” Fly mit. Da ich immer noch kein Auto habe, welches mit AHK gesegnet ist, heißt es auch diesmal wieder: zu Fuß. Die Strecke ist diesmal etwas länger. Ich schätze gute 6km dürften es sein.
Anika und Pepper sind pünktlich und so gehts vom Industriegebiet in Offenbach los. Die Moorschnucken sind laufwillig. Erin muß aber nur wenig bremsen, denn die Schnucken kennen das Prozedere wohl zwischenzeitlich und wir schaffen es schnell bis zu Neumühle. Dort müssen wir kurz auf die Straße um die Queich zu überqueren. Kein Problem und so können wir gleich danach auf die Heuwiesen abbiegen. Hier dürfen die Schafe erstmal etwas knappern und wir lassen die ganze Truppe ruhig vor sich hin laufen um hier und da das beste Gräslein zupfen zu können. Fly behält das ganze unter Kontrolle und “korrigiert” nur hier und da mal eine Bewegung der Gruppe.
Nach ca. 1km gehts links ab Richtung Wald. Auf dem Kiesweg, der sonst von Joggern stark frequentiert ist, treffen wir keinen Menschen. Die Schafe legen diesmal an Geschwindigkeit ordentlich zu und so muß ich mit Erin vorn wieder bremsen, während sich Pepper hinten bereits mit der ersten unleidligen Schafsdame quälen muß.
Zum Glück ist auch dieser Weg nicht endlos. Schon gehts wieder raus aus dem Wald und wieder übers freie Feld. Hier darf Fly wieder mithelfen die Schafe gemütlichen Schrittes zu bewegen.
Langsam machen sich die Kilometer bei Mensch und Schaf bemerkbar. Einige hundert Meter müssen wir nun über Stoppelfelder Richtung Landstraße zurücklegen. Hier ist auch schon der “gefährlichste” Teil der Wanderung. Die Überquerung der Straße. Ich habe mir dafür eine Ampel ausgesucht. Zwar müssen wir dann einige Meter durch das Dorf, aber die Schafe dürften hier am sichersten über die Straße zu bringen sein.
Leider hatte ich nicht damit gerechnet, das die Ampel Sonntag morgens wohl für schnellläufige Fußgänger eingerichtet ist. Jedenfalls sprang sie bereits nach wenigen Sekunden wieder auf rot um. Beim zweiten Anlauf klappte es dann aber, die Schafe begannen die Straße zu überqueren, als ein Krankenwagen mit Sirene auf uns zuraste! Zum Glück bog der aber vor uns Richtung Dorf ab und Pepper schob die Schafe die ganze Zeit sowieso unbeirrt weiter über die Straße Richtung Dorf. ![]()
Nach einigen weiteren Metern und den ersten Zuschauern, die nun so auftauchten war das Regenrückhaltebecken, der Weideplatz für die nächste Zeit, erreicht.
Anika und Pepper haben das superklasse gemacht und irgendwie ist die Idee das ganze als “Peppers Driving Service” anzubieten garnicht so schlecht! ![]()







