vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Sonntag, 4. Januar 2009

    das Jahr fängt ja gut an :)

    Über Weihnachten und Neujahr hatte ich endlich etwas mehr Zeit und Muse für das Training der Hunde. So verbrachte ich viele Stunden bei den Schafen. Die Winterzeit ist mit solchen Arbeiten wie frisches Wasser bringen, Eis aufhacken, Kraftfuttergaben, Heuraufen und Einstreu füllen ausgefüllt. Dadurch hatte ich aber auch für jeden Hund die benötigte Zeit, Ausgeglichenheit und Ruhe zum Training.
    Der Trainingstrupp ist mittlerweile etwas zäh geworden. Immer wieder nachtreiben lassen auch die Schafe wissen, was zu tun ist.
    Ich beschloss nun intensiver das Quer- und Wegtreiben mit Jane in Angriff zu nehmen. Beim Weihnachtstraining bei Markus Waldmann zeigte Jane außerdem, das sie nun wohl verstanden hat, wie ein Mini-Outrun aussehen sollte :)
    Die Distanzen des Outruns strecke ich jetzt von Training zu Training. Allzu häufig kann und will ich diese nicht trainieren. Zu schnell wissen die Schafe wohin sie laufen müssen.
    Beim wegtreiben konnte ich heute wieder deutliche Fortschritte feststellen. Weitere Tips werde ich mir nun dazu auf dem nächsten Seminar holen müssen.
    Dafür hat Jane heute die 50m Marke beim Outrun geknackt! Wie hab ich mich gefreut. Beide Seiten sauber ausgelaufen, ohne Schnippeleien im letzten Drittel und mit einem sauberen Stop am richtigen Punkt!

    Und Erin? Die durfte heute wieder einmal shetten. Noch müssen wir an ihrer Geschwindigkeit beim reinkommen arbeiten. Sie ist noch zu unsicher was das soll, diese Trennerei der Schafe. Außerdem habe ich sie wieder etwas häufiger einen gedachten Parcour ablaufen und einpferchen lassen.
    Eine unersetzliche Hilfe ist sie mir z.Z. immer mal wieder als “Hilfshund” bei Janes Training.

    Danach erfreue ich mich beim Spaziergang an der Lebhaftigkeit und Verspieltheit meiner zwei Weiber. :D

    Krankenstation

    Die Ablammboxen musste ich verfrüht aufstellen. NIcht, weil vorzeitig Lämmer auf die Welt kommen, sondern als Krankenstation.
    Die kleine Darla hat mit einer Klaue Probleme. Der wochenlange Matsch auf der Wiese forderte seinen Tribut. Sie muß öfters nachkontrolliert und versorgt werden. In der Box leistet sie Antje Gesellschaft und wir haben den Stress mit der Einfangerei nicht.
    Antje war über Weihnachten mein Sorgenkind *ähm* -schaf. Sie stand eines morgens mit wackeligen Beinen auf der Wiese und fiel um, als ich  zu ihr ging. Der herbeigerufene Tierarzt vermutet Selenmangel. Tagelang mußte ich ihr Pansenstimulanz und Glucose einflösen. Dann endlich nach fast einer Woche sah ich sie ein paar Strohhalme knuspern. Mittlerweile ist sie übern Berg, bleibt aber weiterhin unter Beobachtung und erfreut sich über eine tägliche Handvoll Extra-Leckerchen.

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