Wenn von 18 tragenden Muttern, vier an einem Tag beschließen ihre Lämmer zu bekommen und Nr. 5 bereits in den Startlöchern steht, dann ist der ganze Tag wie der Wahnsinn!
Der Nachmittagsrundgang bescherte noch ein Lamm. Eines mit zwei Müttern! Die junge Lady von heute mittag mit der Totgeburt war gerade dabei, einer meiner erfahrensten Schafe ihr kleines Mädchen zu stibitzen! 
Also habe ich Mutter und Brigitte, so heißt die Kleine jetzt, in die Ablammbox gepackt. Vor der Box stand nun das Jungschaf. Randale war angesagt. Sie wollte ja unbedingt zu “ihrem” Lamm. Mutter und Tochter haben sich davon nun nicht beeindrucken lassen und so werde ich später noch einmal nach dem rechten sehen.
Die junge Mutter von heute morgen wirkt apathischer. Der TA ist informiert. Die Nachgeburt konnte ich auch noch nicht finden.
Die beiden toten Lämmlein werde ich nun gleich zur Untersuchung nach Heidelberg fahren. Ich hoffe, es ist nichts ernsthaftes und einfach nur “blöder Zufall”.
Eigentlich wollte ich die Mittagsrunde nach meinem Termin bei der Werbeagentur machen. Einer inneren Eingebung folgend, fuhr ich wie von selbst erstmal zur Weide.
Eine weitere Mutter lag in den Presswehen. Da es auch eine von den “Unruhegeistern” ist, schaute ich nur kurz auf die Uhr, um die Zeit für die Geburt im Auge zu behalten und lief im großen Bogen zum Unterstand. Verwundert folgte mir der ganze Tross, erstaunt, das ich diesmal ohne den beliebten schwarzen Futtereimer auftauchte.
Meinem Sorgenschaf geht es schon wieder etwas besser. Sie steht bereits wieder auf den Beinen und schaut sehnsüchtig rüber zur restlichen Herde. Die machte es sich einige Schritte vom Unterstand gemütlich und so legte sich auch die Mutter wieder hin um ihr Lämmchen auf die Welt zu bringen. Ich hielt mich im Unterstand bedeckt und steckte in der Zwischenzeit Ablammbox No. 3 zusammen.
Keine zehn Minuten nach meinem Eintreffen, plumpste schließlich ein schneeweißes Etwas ins Gras. Regungslos!
Die Mutter leckte es trocken, wurde aber immer unruhiger, da sich die anderen Schafe in einen anderen Teil der Weide zurückzogen. Schließlich rannte sie ihnen hinter her und lies ihr Lamm liegen. Ich ging schauen, irgendwie ahnte ich es schon.
Ein perfektes, kleines Lamm. Ein Mädchen und tot! 
Zwei Erstgebärende an einem Tag und beide schenken mir Mädchen, die nicht leben. Mich packt die Verzweiflung. Lammzeit soll doch schön sein, die hüpfenden Lämmer sollen einem das Herz erfreuen und die sorgsamen Mütter mich mit Stolz erfüllen!
Mit Sorgen werde ich nun sehen, was die Abendrunde bringt…
liegen so dicht beieinander wie Leben und Tod.
Als ich heute morgen auf die Wiese kam, lag das gestern in die Ablammbox gesteckte “Stressnickelchen” in den Presswehen. Das Lamm, ein Mädchen, war aber tot. 
Der Mutter haben wir geholfen und sie wurde medizinisch versorgt (Danke Frank!) Z.Z. ist sie einfach sehr erschöpft.
Ebenfalls erwartete mich eine Mutter mit Zwillingen. Die hüpften bereits trocken umher und die Mutter war schwer damit beschäftigt, Babs und Boris unter Kontrolle zu behalten. Die drei ruhen sich jetzt erstmal in einer Ablammbox aus. Biestmilch haben sie beide auch schon bekommen, wie ich beim Aufsetzen der Mutter feststellen konnte. Babs wiegt übrigens 2,5kg und Boris 2,8kg.
Bärbelchen durfte mit ihrer Mama heute auf die Weide zu den restlichen Damen. Interessiert wurde geschnuppert und alle, einschließlich Victor, sind sehr nett zu der Kleinen. Die genoß die “große Freiheit” in vollen Zügen mit wildem Gehüpfe, um sich wenige Minuten später erschöpft auf der Wiese schlafen zu legen. Wohlbehütet von ihrer Mutter.