schnell und schmerzlos
…hieß heute unser Motto.
Jane und ich starteten wieder mal in Reilingen. Sehr kurzfristig hatten wir gemeldet nach unserem ersten Start. Überraschend rutschten wir durch Klassenstreichung und diverse Absagen von Platz 32 der Warteliste auf Platz 14 der Teilnehmerliste. Letzten Endes waren wir Starter No. 13. Wenn das mal kein Omen war
Ich holte Jane aus dem Auto, als mein Vorgänger am einpferchen war. Das war schonmal falsch. Jane spulte sich unheimlich hoch, sah auch noch, wohin die Schafe verschwanden. Als sie mit mir zum Startpfosten ging, hing ihr Blick eigentlich nur in dieser Richtung. Waren doch die Schafe am Startpfosten für sie nicht sichtbar.
Das Feld war ein fast kniehoch bewachsenes Kleefeld, gut 60m lang und bestimmt 100m breit. Genau in dieser Breite fiel das Feld nach hinten leicht ab. Der Fetch war diagonal angelegt. Durch den Geländeabfall sah man vom Startpfosten aus nur die obere Spitze des Stellpfostens und einen Schafsteller ab der Hüfte. Der Hund sah garnichts. War der Hund hinter den Schafen, sah man ihn ebenfalls nicht mehr.
Die Richterin, Mariam Wolf, entschied daher “es darf vorgelaufen werden bis zum Fetchgate, ohne Punkteabzug”.
Zurück zu unserem Start.
Jane sitzt mit mir also am Startpfosten und hat eigentlich nur den Auslass im Blick. Dort mußten die Schafe sein. Dann kam ein glücklicher Zufall. Silvia, der Schafstellerin, büchsten die Schafe kurz Richtung Auslaß davon. Schnell waren sie eingeholt, aber sie konnten den Hang genug hochlaufen, das Jane sie gesehen hatte! Nun wußte sie – dort hinten stehen die Schafe! Ich lief zum Fetchgate und gab ihr das Linkskommando und sie lief den Outrun sauber raus. Überflankierte hinter den Schafen, was uns gleich mal 4 Punkte kostete, legte sich aber sauber ab.
Der Lift war wieder derb, 5 Punkte Abzug. Da hat die eine Woche Training daheim an den Schnucken definitiv nicht gereicht ![]()
Das Treiben lief etwas rubbig ab. Jane flankierte aber sauber auf Kommando und wir konnten kurz etwas Ruhe reinbringen. Die Schafe hatten einen guten Zug Richtung Auslaß. Wir hatten das aber ganz gut im Griff, Jane flankierte immer sauber mit. Ich atme auf. Beschließe, Jane vor mir treiben zu lassen wenn wir um den Pfosten sind, da sie dann daheim immer sehr gut ausbalanciert, was ich bei diesen Schafen heute unbedingt brauche. Böser Fehler ![]()
Rum um den Pfosten mit den Schafen und dann….
Die Schafe ziehen von 0 auf 100 an, ich schaue nach Jane. Die liegt rechts hinter mir, setzt an um rechts rauszulaufen und die Schafe zu holen. Ich will es aber richtig machen und gebe ihr das Kommando für links. Sie nimmt es an, gibt alles, aber ein Schaf ist schon Richtung Ruhepferch auf und davon. Ich heb noch schnell die Hand.
Wenn es sowas wie Fassungslosigkeit im Gesicht eines Hundes gibt, dann sah ich ihn heute bei Jane. Zu Hause darf man die Schafe IMMER zurück holen und weitermachen. Hier war das ganze so ein Start-Stop-Schade Ding ![]()
Mit mageren 21 Punkten und Platz 14 gehen wir heim.
Dafür gabs daheim ja noch was zu tun. Der große Trupp zog vom “Handtuch” in das Regenrückhaltebecken um. Versuchsweiße durfte der weltbeste Ehemann mit dem Auto voraus fahren. Ich wollte sehen, ob die Schafe dem Auto gut nachgehen.
Sie liefen wunderbar. Jane hat tolle Arbeit geleistet und ein Highlight gab es dann noch für uns. Jane hat es heute geschafft, eine der vorwitzigen Muttern mit ihren Lämmern aus den Zuckerrüben zu drücken. Beim letzten mal war das noch ein Kampf. Heute war Jane wahrscheinlich so geladen, das Schaf Mändy lieber keinen Test starten wollte
Fazit: Wenn man die Ziele auf´m Trial so hochsteckt, kommt´s vor, das man garnicht in deren Nähe kommt
Bilder gibt es im Picasa Webalbum
Bildernachtrag: Ralph Braun hat Bilder von uns geschickt





