vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Sonntag, 21. Juni 2009

    Sommersonnenwende

    Was macht man am längsten Tag des Jahres? Man koppelt abends die Schafe um! :D
    Die kleine Gruppe hat sich die letzte Woche alle Mühe gegeben ein verwildertes, zukünftiges Baugrundstück von seinem Aufwuchs, Brombeeren und Birkensetzlingen zu befreien. Gut ist ihnen das gelungen und deshalb durften sie heute wieder auf den halben Hektar umziehen.
    Der ist zwar frisch gemulcht aber es gibt mehr als genug Stellen, wo der riesige Mulchaufsatz des Bauern nicht hingekommen ist. Die große Fläche animierte die Schafe auch gleich zu wildem rennen und hüpfen und der Unterstand wurde gleich erkundet. Außerdem gibt es nun endlich die Möglichkeit einiges auf dieser und den frisch gemähten, riesigen Heuwiesen dahinter zu trainieren.
    Apropos Training: wir haben ja vom Seminar “homework” mitgebracht. Hauptziel ist “steady” (langsam). Bei der großen Gruppe funktioniert das nicht so recht und Jane hat eigentlich Recht. Bei fast vierzig Tieren muß man schon ein bisschen dicke Arme zeigen um sie zu bewegen ;)
    Die kleine Gruppe heute zeigte aber, das es doch ab und an besser ist, es langsamer anzugehen. Jane sollte mir beim einpferchen helfen, lief schön hinter die Schafe, ein “get up” Jane hopfte hoch und “zisch” weg waren die Schafe. Mir fiel unser Kommando wieder ein. Also sagte ich zu Jane “steady” und auf einmal schaffte sie es, langsam aufzustehen und die Schafe sehr ruhig und gefühlvoll in den Pferch zu delegieren.
    Ich habe das dann noch einige Male auf der großen Fläche abgefragt, nachdem die Schafe aus dem Auto gehopft waren. Ich glaube, es sitzt nun zu über 90% bei Jane, das “steady”. Danke ihr Flitzeschafe! :D

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