vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Sonntag, 4. Oktober 2009

    Trial Kl. 1 in Grebenau

    3. Oktober 2009bis4. Oktober 2009

    Am 3. und 4. Oktober fand in Grebenau bei Familie Pohl ein Trial der Klassen 1 und 2 statt. Richterin war Frauke Spengler.

    Samstag morgen trafen wir auf ein hübsches Feld, langgezogen, mit Telefonmasten, die als Hilfe beim Fetch dienen konnten. Links begrenzt von einem Bach, rechts stieg das Feld wellenförmig an. Zuerst eine kleine Steigung mit einem länglichen Plateau, danach nochmal eine etwas höhere, steilere Steigung, die als “Zuschauertribüne” für das Wochenende diente. Eine Herde bestehend aus 60 Schafen – Scottisch Blackface, Grauen gehörnten Heidschnucken, “Putzis” d.h. Skudden und Friederike dem Bergschaf – stand zur Verfügung :D
    Der Hund konnte links geschickt werden, dort war es flach. Nachteil: der Unterstand. Vor dem Unterstand rumgelaufen war zu dicht. Hinter dem Unterstand verlor der Hund kurzzeitig die Schafe aus den Augen, hatte dafür aber den Auslasspferch direkt im Blickfeld. Rechts war die Steigung. “Flachlandhunde” (wie Jane, aber dazu später) könnten da evtl. Probleme haben ;) Der Turn ging im Uhrzeigersinn, das erste Treibtor bot für die Schafe Blick auf den Unterstand bzw. den Auslasspferch. Nach dem zweiten Treibtor war ein Slalom aufgestellt und von dort ging es in den Hänger, der hier als Pferch diente. Der Winkel vom Slalom zum Hänger war etwas steil, man mußte mit den Schafen einen “Schlenker” laufen, sollte das Ganze “rund” werden.
    Die Schafe waren top in Schuß und lauffreudig. Ruppiges “Hallo” beim Lift oder zu dichtes folgen beim Treiben wurden umgehend mit sehr schnellen Gangarten oder wahlweisen Ausbrüchen in Einzel- oder Zweiertrupps gestraft.  Ruhiges Handling und freundliches, mit Abstand arbeiten waren also vorteilhaft :)

    Zu unseren Läufen:
    Alle schicken die Hunde rechts. Ich nehm die Herausforderung “Hügel” an, obwohl rechts Janes schlechtere Seite ist, aber die Sache mit dem Unterstand ist mir noch riskanter.
    Jane läuft sauber raus und wird prompt hinten zu eng. Zweites Kommando (Outrun 15 Punkte von 20) von mir und trotzdem ist der Outrun nicht “Jane-like”, Lift schräg aber “steady” (7 Punkte von 10), danach gehts nur darum Jane langsam und kontrolliert laufen zu lassen, Scheiß auf die Linie. Beim ersten “Anranzer” von mir hat Jane begriffen. Die Schafe total offline, aber Jane ist halbwegs unter Kontrolle zu behalten. (Fetch 5 von 20)
    Beim Drive dann sitzt das Steady. Ich glaube, die Richterin war mit den Linien auch ganz zufrieden :D (25 Punkte von 30). Beim Slalom lasse ich Jane nur flankieren, wenn die Schafe nicht hinter mir herlaufen, alles in allem bleibt Jane schön auf Abstand (10 Punkte von 10). Den Pen “schenken” mir die Schafe quasi. Ich habe ein “ach, der Hänger, den kenn ich” Blackface dabei, welches einfach reintappert. Der Rest der Truppe folgt brav (9 Punkte von 10). Gesamt 70 Punkte *froi*

    2. Lauf
    Diesmal ist der Turn gegen die Uhr, das erste Treibtor etwas den Hang hinauf, dadurch nehmen die Schafe etwas an Fahrt auf beim quertreiben und haben nun, da Nachmittag, deutlichen Zug zum Auslasspferch. Slalom und Hänger laufen nun noch spitzer aufeinander zu. Der Schlenker muß diesmal also besonders “rund” sein. :)
    Zwischenzeitlich habe ich den “Schreiberling” für Klasse 2 gemacht und hab gesehen, das der Otto Althaus seine Hunde links rum schickt. Die laufen tatsächlich um den Unterstand rum und es gibt keine Probleme mit dem Auslasspferch. Das will ich auch versuchen.
    Gesagt, getan. Jane links geschickt. Sauberer Outrun hinter den Unterstand (20 Punkte von 20), sauberer Lift (10 Punkte von 10). Jane lässt sich super ablegen. Einwandfreies “steady” über den gesamten Fetch. Die Schafe laufen wie “eingelullt” (19 Punkte von 20). Der Drive etwas “dellig” aber auch hier mit absolut kontrolliert laufendem “Püppi” (26 Punkte von 30). Slalom auch sauber (10 Punkte von 10). Diesmal habe ich kein “kenn ich” Blackface vor dem Hänger stehen, sondern eine der Heidschnucken gibt den Ton an. Die will nun aber so garnicht in den Hänger. Entweder an mir vorbei oder an Jane vorbei Richtung Auslass ist ihre Devise. Jane verhindert das zweimal sehr gut. Wird nun aber immer enger. Ein “geh weg” Kommando hab ich nicht (und am morgen hab ich noch gefragt, für was man das braucht :roll: ), also geb ich auf, bevor es eskaliert. Trotzdem sind es 85 Punkte geworden *noch mehr froi*

    Sonntag, 3. Lauf
    Diesmal setz ich auf Janes Lerneffekt. Die linke Seite ist zwar die “Nummer sicher” Version, aber Jane soll es lernen, das Laufen auf dem Hügel.
    Ich beobachte, wie Otto Althaus die Schafe stellt und es dort schon die ersten Schlenker der Schafe gibt. Ich hab eine “Miss Feierabend” erwischt. Eines dieser Schafe, die entweder mit allen Mitteln geh´n Auslass- oder Ruhepferch wollen.
    Ich schicke Jane rechts, sie stoppt auf 3 Uhr und fängt an, auf die Schafe zuzulaufen. Ich schiebe ein Kommando nach, sie läuft einige Schritte weiter und läuft wieder drauf zu. Diesmal gibts ein “lie down” und nochmal ein langes Seitenkommando von mir. Jane läuft hinter die Schafe, ist aber total schräg – 10 nach 12 sozusagen (Outrun 14 Punkte von 20) Ich denke an den Rat des Richters auf der KGH und gebe Jane das “steady”. Jane läuft wie in Zeitlupe auf die Schafe zu (Lift 8 Punkte von 10) liftet aber gerade und lässt sich gleich danach ablegen. Jetzt nehmen die Schafe aber an Fahrt auf und Jane löst ihr Kommando selbstständig. Das quittieren die Schafe umgehend mit Ausbruchsversuchen nach rechts, die Jane umgehend kontert. Das nimmt die Gruppe ihr aber übel und fängt an an Geschwindigkeit zuzulegen. Mein gedonnertes “lie down” nimmt Jane dann aber umgehend. In einem Riesenschlenker, völlig offline und das Fetchtor nicht einmal von weitem sehend, kommend die Schafe auf mich zu (Fetch 5 Punkte von 20). “Miss Feierabend” lässt sich kurz von meinem Gewedel beeindrucken und beschließt dann, es auf den Versuch ankommen zu lassen, sich an mir vorbei geh´n Ruhepferch zu verdrücken. Ich lasse Jane, die immer noch hinter dem Fetchtor liegt, von dort flankieren und nun beginnt “Überzeugungsarbeit”. Diese eine Schnucke wurde nun von Jane gearbeitet und immer wieder daran erinnert doch zu kooperieren (Drive 25 Punkte von 30). Beim Slalom schicke ich Jane etwas zu spät auf die Flanken. Für “Miss Feierabend” reicht das, um den Slalom durchzulaufen (5 Punkte von 10). Dafür erinnert sich nun das mitlaufende Blackface wieder an den Hänger und so bekommen wir für den Pen 9 Punkte (von 10). Macht in der Summe 66 Punkte und damit mit 221 von 300 möglichen Punkten den 4. Platz für dieses Wochenende *froi wie Schnitzel*
    Ich hoffe nun, das wir unser “Fetchproblem” langsam lösen können und dies nicht der “Alun Jones Seminar” Effekt war :D
    (Bilder gibts leider keine – Schreiberling, Sortierer, Starter UND Fotograf – geht leider nicht :( )

    Alun Jones Seminar I

    2. Oktober 2009

    Am 2. Oktober waren Jane und ich nochmal für einen Tag bei Alun Jones bei Familie Witte. Zur “Hausaufgabenkontrolle” sozusagen. “Leider” durch meine Trialanmeldung in Grebenau nur einen Tag, aber der war bereits erfolgreich :D
    Alun schaute sich unseren Outrun, Lift und Fetch an. Am Outrun gabs nix zu trainieren, der Lift war wunderbar “man sieht, das wir daran gearbeitet haben”. Der Fetch dagegen war immer noch zackig.
    Alun probierte dann verschiedene Sachen aus. Hund links schicken, Hund rechts schicken, Schafe den Berg runter treiben lassen, Schafe den Berg hoch treiben lassen. Jedesmal dasselbe. Also meinte er, ich sollte den Fetch ab sofort beim Training einfach in mehrere Lifts zerlegen. Gesagt getan. Die Linie sollte ich mal einfach außer acht lassen und nur darauf achten, das Jane “steady” beibehält. Und was soll ich sagen….?! :D
    Superschön! Jane legte sich bereits beim zweiten Lauf selbstständig hin, wenn die Schafe eine bestimmte Grundgeschwindigkeit überschritten. “Nebenbei” hielt sie die Linie ganz von selber! Dickes Lob gabs noch für Jane, weil sie eines der kleineren Schafe selbstständig und mit viel Ruhe und sehr überlegt daran hinterte “heim” zu gehen und es super bei der Truppe hielt. Jetzt müssen wir das Ganze festigen und auf Trials auch umsetzen ;)

    Lyn-Stripepassende SeminartasseLagerfeuerStreicheleinheitenGlen - alles unter KontrolleHüpfsheddingAlun und Ninadie "Stellvertreter" Skudden

    Alun Jones Seminar – Bilder

    GwenMay und NinaHope-Tini IIIdie Schafeimg_2793Samimg_2774img_2765img_2764WartenSchaf lernt wegtreibenund holt sich Trainingstipps :DAnfängeTrainingsbesprechung

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