HÜ :-)
HÜ (= “Hausaufgabenüberprüfung”) ist in der Schule meiner Tochter ein bekannter Begriff. Kleine Tests bei denen der Lehrer überprüft, ob die Hausaufgaben gemacht und verstanden werden.
Trial ist auch “HÜ”, nur weiß man nie so genau, welche Hausaufgaben eigentlich dran gewesen sind
So ähnlich gings mir diesmal beim Trial in Römerberg.
Das Feld war großzügig (wow, waren die Drive-Tore weit weg
), topfeben. Der Auslass war hinter einem Schilfgürtel, die Ruheweide direkt neben dem Trialfeld ebenfalls durch einen teilweise sehr dichten Schilfgürtel getrennt. Der Zug zum Auslasspferch war bei den Schafen deutlich. Besonders am 1. Treibtor mußte man aufpassen.
Der Turn ging mit der Uhr. Nach dem zweiten Drivetor war ein Slalom aufgestellt. Danach mußten die Schafe nochmal stabilisiert werden und eingepfercht. Gitte Anders, die Richterin, betonte beim Briefing, das sie Wert auf ruhiges arbeiten der Schafe legt.
Die Schafe straften es, wenn der Hund zu dicht kam, wollten trotzdem Präsenz vom Hund sehen und waren menschenbezogen. Arbeitete der Hund flüssig und auf den Füßen war das von Vorteil. Das Wetter war anfangs bescheiden, obwohl ich mich für meine Wiesen daheim über den Regen gefreut habe. Beim trialen darf ruhig die Sonne scheinen. Das tat sie dann auch hin und wieder nachmittags
Unser 1. Lauf.
Ich schicke Jane links (kein Risiko mit rechts schicken, heute
). Sie läuft sauber raus. Ich stoppe sie allerdings zu spät. Sie kommt zu weit rechts zum liegen (Outrun 18 von 20). Demzufolge ist der Lift schräg (7 von 10 Punkten). Der Fetch. Jane halbwegs unter Kontrolle, ab und an aber mit eigenen (aber superguten!) Ideen. Der Turn ist arg großzügig bei uns. Das müssen wir noch üben (12 von 20 Punkten). Nach dem Turn kommen die Schafe ins laufen. Ich lasse sie erstmal. Schicke Jane zu spät, die Schafe sind zu weit links aber Jane kann sie kippen, wenn auch zu stark. Durch das zweite Tor gehen sie durch, wenn auch nicht ganz sauber das Ganze (12 von 30 Punkten). Beim Slalom kommen die Schafe zum stehen (5 von 10 Punkten). Beim Pferch muß ich ganze Überzeugungsarbeit leisten und lasse Jane lieber liegen (8 von 10 Punkten). Macht 62 von 100 Punkten. *froi* *stolz bin auf dat Bubba*
2. Lauf
Es wird umgebaut. Das erste Drivetor entfällt. Das Fetchtor wird zum ersten Treibtor. Das zweite Treibtor muß nun von hinten durchlaufen werden. Dafür gibts jetzt keinen Slalom mehr, sondern einen Trichter. Prima. Irgendwann ist immer das erste mal für so einen Trichter. Unseres ist halt nicht daheim zum üben, sondern gleich auf einem Trial. Wir stellen uns der Herausforderung ![]()
Ich schicken Jane diesmal wieder links, stoppe sie rechtzeitig (20 von 20 Punkten). Lift ist sauber (10 von 10 Punkten). Fetch diesmal nicht ganz so ruhig. Die Schafen quittieren Janes Flankiererei und zuhören tut sie auch nicht, wie ich das gerne hätte. Beim Turn gibts dann auch noch ein zick-zack. (11 von 20 Punkten).
Das erste Treibtor ist ganz gut, beim zweiten zieht es ein Schaf permanent Richtung Ruhewiese. Jane überzeugt und das Schaf läuft doch noch mit (22 von 30 Punkten).
Der Trichter: was soll ich schreiben. Dreimal stehen die Schafe davor. Dreimal gehen ein/zwei dran vorbei. Da der Trichter zur “Pflicht” gehört müssen wir immer wieder ran. Jane reagiert extrem auf meine “Überzeugungsversuche”. Mit dem Stock wedeln, anpusten, “buh” Rufe, stampfen – nix nützt bei den Schafen. Bei meinem wilden Gehüpfe reagiert Jane aber und sprengt somit die Schafsgruppe wiederholt. Beim dritten mal springt eins der Schafe beim Fluchtversuch sogar über Jane, die rempelt es beim zurückholen und vom Richterwagen kommt nun “Danke”. Disqualifiziert.
Schade. Nun wissen wir, was zu üben ist und um es mit dem Rat einer Handlerin auszudrücken: “entweder der Handler agiert oder der Hund, beides ist Mist”
Noch mehr Bilder gibts imPicasa Webalbum











