vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Montag, 2. November 2009

    Tage wie diese…

    …können ruhig etwas länger dauern! Wir waren wieder trialen :D
    Diesmal bei unserem ersten, dem 8. Albtrial in Ehingen-Kirchen. Das Trial ging über zwei Tage mit insgesamt drei Läufen. Freddy Potz und Andrea Husmann waren hervorragende Gastgeber und Trialveranstalter. An alles war gedacht, Freddy ständig am organisieren (und zwischendurch lief er auch auf dem Trial) und Andrea scheint richtig zur Hochform aufzulaufen, wenn der Trialstress am kochen ist :D
    Die Schafe waren Juraschafe, graue, gehörnte Heidschnucken, einige Mixe und Blackface. Letztere konnten allerdings zweimal durchaus glaubhaft vermitteln, das sie nicht bereit sind, beim Trial mitzumachen und so gaben sich die Schafsteller geschlagen ;) Von den Juraschafen war ich einfach nur begeistert. Keine kopflosen Schafe, sondern “Strafe mit Verstand” war deren Motto. Kam der Hund zu dicht oder wurde zu hektisch, rannten die nicht einfach los. Nein, die machten sich Richtung Auslaß- oder Ruhepferch vom Acker und der Hund mußte teilweise schon gute Argumente aufweisen, wollte er sie in eine andere Richtung haben. Die Schafe waren bei ihrem Zug teilweise auch sehr konsequent, immer wieder probierend. Es gab zudem immer wieder atemberaubende Szenen am Pferch! Juraschafe wollen sich scheinbar öfters mal versichern, das da kein harmloses Hundchen hinten rumturnt, sondern ein ernstzunehmender Border Collie :D
    Das Gelände war grandios, leicht ansteigend Richtung Stellpfosten. Eine leichte Senke mußte der Hund durchlaufen, wurde er links auf den Outrun geschickt. Rechts mußte der Hund leicht nach oben. Ein fast nicht wahrnehmbarer Wiesenweg schien nicht nur für die Schafe eine “magische Grenze” zu sein. Nur wenige schickten ihre Hunde allerdings über rechts raus.
    Teilweise während des Fetches, oft beim ersten Treibschenkel, am ersten Tag IMMER beim stabilisieren war Zug Richtung Ruhepferch. Dafür waren die Schafe nicht zu halten, ging man auch nur einen Schritt Richtung Pen :D Die Schafe waren aber auch ausgesprochen nette und routinierte “Trichterschafe” und so hatten auch Jane und ich dort unser Erfolgserlebnis :D
    Zu den Läufen gibts kaum was zu schreiben. Ich war sehr, sehr zufrieden und platze fast vor Stolz auf den “kleinen Hund”! Der Fetch scheint nicht mehr ganz so unsere “Schweißausbrüche und Schrei Nummer” zu sein. Jane ist ganz “coole Sau” auf dem Trial. Sie geht dort genau so an den Startpfosten, wie daheim auf die Wiese. Meine Aufregung bringt sie überhaupt nicht aus der Ruhe und so habe ich bei ihren wunderschön, anzuschauenden Outruns die Gelegenheit gehabt, wieder “runter zu kommen” und vorne mein Bestes zu geben, wenn sie hinten einen guten Job macht.
    Jane arbeitete so kontrolliert und super mit, das ich für den Stop nach dem Outrun, den Lift und oberen Fetch erstmalig die Pfeife einsetzte. Beim ersten Treibtor (ich wurde dann leicht übermütig, geb ich zu ;) ) blieb ich fast am Startpfosten stehen und auch beim quertreiben, brauchte Jane beim letzten Lauf keine Hilfe mehr. Sie hat das super gemanagt “da draußen” :D
    Die Naharbeit war dafür noch etwas verbesserungswürdig. Da “hakelt” es noch teilweise sehr.
    Letztendlich wurden unsere Läufe mit 82, 77 und 88 (jeweils von 105) Punkten belohnt und wir durften den 1. Preis mit nach Hause nehmen. Ein liebevoll gestaltetes Miniatur-Arrangement mit Schafen, Border Collie und Apfelbäumchen hat nun einen Ehrenplatz auf dem Schrank :)

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