vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Sonntag, 8. November 2009

    Rheinland-Trophy Teil II

    7. November 2009bis8. November 2009

    am 07. und 08. November in Blankenheim. Wir starten gewinnen Klasse I :D

    Das Feld ist großzügig, nach dem Feldrand links leicht abfallend. Rechts begrenzt von einem asphaltierten Feldweg. Die Zuschauer können vor den eiskalten Eifelwinden Zuflucht in der Scheune und den Pavillons davor suchen. Die Treibdistanzen für Klasse 1 entsprechen denen von Klasse 2. Danach folgt ein Slalom und der Pen. Der Auslaßpferch direkt im Blick der Hunde, aber mit Planen verdeckt. Für die meisten Hunde daher kein Problem. Der Ruhepferch ist links. Dort wo das Feld bereits merkliche Hanglage aufweist. Die Schafe sehen ihre “Genossen” nur direkt nach dem ersten Treibtor. Der Zug dort ist dann auch “rasend” ;) Die Herde ist gemischt und besteht aus Jakobsschafen, Blackface, grauen gehörnten Heidschnucken, deren Mischungen und “Putzis” (Skudden), die es sowas von in sich haben…. :D
    Das Trial ist sehr spartanisch, ohne Verpflegung oder Getränke. In der Pampa der Eifel bei dieser zugigen Kälte am Samstag wahrlich eine Herausforderung, die bei mir doch die Frage aufwirft “warum ich mir das immer wieder antue” ;) Die Stimmung diesmal ungewohnt gereizt, durch Missverständnisse, persönliche Differenzen und wahrscheinlich das Wetter will keine rechte “Trialstimmung” aufkommen.
    Unser Lauf am Samstag.
    Ich schicke Jane links (20 Punkte von 20). Sie läuft und liftet gewohnt *soifz* sehenswert (10 Punkte von 10) ;)
    Fetch gefällt mir gut. Turn, naja. Nicht unsere Paradedisziplin irgendwie. (15 Punkte von 20) Der erste Treibschenkel beginnt. Ich beobachte die dicken gepunkteten Schafshintern und denk so:  “super, wie mit dem Lineal gezogen flitzen die durchs Treibtor – nu verpass bloß nicht das Kommando für Jane”.  Ich schicke Jane, stoppe sie und denk noch so: “wow, geiler Turn – so knapp hinter dem Tor…” Das nächste war: “wieso rennen da zwei Schafe?” :shock:
    Jane etwas irritiert, ich geb ihr einen Linkspfiff. Sie rennt los, den zwei sich vom Acker machenden “Putzis” hinterher, die sind schon fast am Stellpfosten vorbei. Jane schmeißt sich auf einmal hin und ich überlege aufzugeben. In dem Moment drehen die Sküddchen um und rasen in derselben Geschwindigkeit zu den immer noch wartenden Jakobsschafen zurück! Jane also rechts flankiert, damit sie wieder reinkommt, die Gruppe Schafe kurz stabilisiert und einige Schritte nachtreiben lassen. Danach durfte Jane wieder wegtreiben und das sah dann auch noch richtig gut aus, die paar Meterchen. (10 Punkte von 30) Am Slalom dann fädele ich ein und denk noch: “hieß es nicht im Uhrzeigersinn?”. Mist, falsch angefangen. (5 Punkte von 10) Den Pferch bekommen wir “geschenkt”. Die Schafe sind kaum zu halten, sobald sie sehen, das wer Richtung Pferch unterwegs ist (9 Punkte von 10). Macht 69 von 100 Punkten.

    Am Sonntag rollt ein anderer Richter an. Volker Aust richtet “in Vertretung”. Ich hoffe inständig, dieselbe Konstellation wie bei der Koppelgebrauchshundeprüfung wird mir nicht auch deren Punkte einbringen :shock:
    Der überwiegende Teil der Teilnehmer hat sich nun für das Vorlaufen beim Treiben entschieden. Die menschenbezogenen Schafe danken diese Art mit nettem mittappern. Die beiden Teilnehmer, die sich für nachtreiben entscheiden, erleben ihr “Waterloo” am ersten Treibtor und ich bin hin und her gerissen. Aber, um es “ganz rebellisch” nochmal zu wiederholen “ich geh auf Trials zum üben….” :D

    Ich schicke Jane wieder links (20 Punkte von 20). Gebe ihr den Stoppfiff und den “get up” Pfiff. Zwischenzeitlich hat sich die Schafstellerin allerdings direkt vor die Schafe, direkt auf die Fetchlinie gestellt und blockt so die Schafe komplett. Ich ermuntere Jane und die schafft tatsächlich das fast unmögliche, sie drückt die Schafe am Schafsteller vorbei! (10 Punkte von 10)
    Der Fetch ist etwas hakelig im oberen Teil, es braucht, bis wir die “Balance” finden bei den Schafen (18 Punkte von 20).
    Beim Treiben gehe ich auf volles Risiko und lasse Jane machen und bleibe gut hinter hier. Das klappt auch ganz gut, 100%ig wohlfühlen tut sich Jane trotzdem nicht, die Schafe sind etwas schwergängig und etwas schwierig auf die Nase zu nehmen für den kleinen Hund (25 Punkte von 30).
    Den Slalom fädeln wir diesmal richtig ein (13 Punkte von 15) und das Stabilisieren klappt auch gut (5 Punkte von 5). Ich renne zum Pferch und wundere mich, wieso auf einmal Jane an meiner Seite ist (die dachte wohl, jetzt ist Feierabend :D ). Die Schafe nutzen unsere “Abwesenheit” und versuchen sich Richtung Ruhepferch vom Acker zu machen. Ich schicke Jane daher rechts raus und sie bringt sie sauber wieder und *flupf* rein in den Pferch (10 Punkte von 10). Macht 101 von 110 Punkten. Das reicht für Platz 1.  *froi*

    Das Video unseres Laufes wird nachgereicht und die Bilderchen von Martin werden hier auch bald sind verlinkt.

    Rheinland-Trophy Teil II – Bilder

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