vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Tag: Training

    neunmal Dynamit

    Aufgrund des schlechten Einstandes gestern mit der neuen Trainingsgruppe, habe ich heute gegen 20.00 Uhr nochmal die Hunde eingepackt und bin zu den Schafen.
    Ganz zu Anfang hatte Jane ihre liebe Not, mit dem rasenden Volk, aber dann – platzte der Knoten!
    Nicht bei Jane, bei mir. Ausgesuchterweise ist bei den acht eh etwas kopflosen Lämmern eine der Diepholzer Altschafe dabei. Eine von der Sorte “Miss Panik”.
    Ist ein Mensch “greifbar” laufen die Ladys ganz vernünftig, denn das kennen sie vom umtreiben. Aber wehe Mensch stellt sich abseits…
    Nun haben wir raus, wenn “Miss Panik” die Ohren dreht, sollte Hund lieber anhalten. Dann läuft der Trupp gesittet. Ganz feiner Druckpunkt und wehe ein Schritt zuviel, dann reicht die Koppel nicht :D
    Zum abgewöhnen hätte ich zu Anfang gesagt. Herausforderung sag ich jetzt. Und “steady” geht so supergeschmeidig auf einmal bei Klein-Jane 8)
    Gegen Ende der Woche werden wir die Ladys wohl mal hinten auf die große Wiese lassen – knapp 50 ha zum verweilen. Ich freu mich auf die Trainingsfortschritte! :D

    Für meine zukünftigen Trial-Veranstaltungs-Pläne ist das Ganze allerdings ein Fiasko. Neun Schafe, die so rennen, sind nicht Klasse 1 tauglich. Eigentlich sollten es nur fünf sein, die wären aber für Klasse 1 eine Herausforderung und für Klasse 2  sind meine Flächen zu klein :(
    Wir werden weiterhin nur zu den Trialbesuchern gehören und die rennenden Flokatis ausschließlich unter Auschluß der Öffentlichkeit trainieren… :roll:

    Sommersonnenwende

    Was macht man am längsten Tag des Jahres? Man koppelt abends die Schafe um! :D
    Die kleine Gruppe hat sich die letzte Woche alle Mühe gegeben ein verwildertes, zukünftiges Baugrundstück von seinem Aufwuchs, Brombeeren und Birkensetzlingen zu befreien. Gut ist ihnen das gelungen und deshalb durften sie heute wieder auf den halben Hektar umziehen.
    Der ist zwar frisch gemulcht aber es gibt mehr als genug Stellen, wo der riesige Mulchaufsatz des Bauern nicht hingekommen ist. Die große Fläche animierte die Schafe auch gleich zu wildem rennen und hüpfen und der Unterstand wurde gleich erkundet. Außerdem gibt es nun endlich die Möglichkeit einiges auf dieser und den frisch gemähten, riesigen Heuwiesen dahinter zu trainieren.
    Apropos Training: wir haben ja vom Seminar “homework” mitgebracht. Hauptziel ist “steady” (langsam). Bei der großen Gruppe funktioniert das nicht so recht und Jane hat eigentlich Recht. Bei fast vierzig Tieren muß man schon ein bisschen dicke Arme zeigen um sie zu bewegen ;)
    Die kleine Gruppe heute zeigte aber, das es doch ab und an besser ist, es langsamer anzugehen. Jane sollte mir beim einpferchen helfen, lief schön hinter die Schafe, ein “get up” Jane hopfte hoch und “zisch” weg waren die Schafe. Mir fiel unser Kommando wieder ein. Also sagte ich zu Jane “steady” und auf einmal schaffte sie es, langsam aufzustehen und die Schafe sehr ruhig und gefühlvoll in den Pferch zu delegieren.
    Ich habe das dann noch einige Male auf der großen Fläche abgefragt, nachdem die Schafe aus dem Auto gehopft waren. Ich glaube, es sitzt nun zu über 90% bei Jane, das “steady”. Danke ihr Flitzeschafe! :D

    Training(chen)

    Gestern auf der Weide steht alles im Schatten unter den Büschen und Bäumen. Nur “Frau Antje” liegt in der prallen Sonne und macht keine Anstalten sich zu bewegen, als ich komme.
    Also schickte ich Jane kurz auf die Flanke. Glücklicherweise stand die ganze Gruppen incl. “Frau Antje” augenblicklich zusammen. Jane hatte nur “vergessen” wie man eine korrekte Flanke läuft und so trieb sie sie mal eben über die Graben auf die andere Seite der Wiese.
    Kein Problem, dann darf sie die Schafe halt vorsichtig die 100m treiben und ich habe so die Möglichkeit endlich mal “Hausaufgaben” zu machen und mit Jane quertreiben zu üben.
    Am Ende des abgesteckten Teiles lasse ich die ganze Prozedur umdrehen und Jane nochmal die 100m laufen. Um die Schafe über den Graben zurück zu bekommen, darf Erin dann helfen. Mit “Schritt für Schritt” Kommandos arbeiten die Hunde die unwilligen Ladys über den Graben zurück.
    Das reicht dann auch fürs Erste als kleines Training(chen) :)

    morgens halb zehn in Deutschland

    Um den Hunden die Möglichkeit zu geben, unbekannte Schafe zu arbeiten. Um Gleichgesinnte zum “ratschen” zu treffen und….weil sonntags ausschlafen ja auch irgendwie langweilig ist, haben wir uns heute mal wieder getroffen. :)
    "Was, so früh heute...?"Henry beim OutrunHenryturnund treibenrechts rumnochmal flankierenso fast "lie down"
    "jetzt sag´s schon, das Wort..."KateLieblingskommando: "get up""stand" geht auch schon

    entstaubt

    Die Moorschnucken sehen momentan aus, wie platzenwollende Flokatis. Von Lämmern noch nix zu sehen. Sie warten einfach, bis der Aufwuchs endlich hoch genug ist.

    Wir haben deshalb unsere alte Videokamera mal entstaubt und heute zum Training mitgenommen. Deshalb wird es wohl nun ab und an mal kleine Videosequenzen vom Training der Hunde geben oder von unseren – bald wieder kommenden – morgendlichen Umtrieben.


    Jane beim Outrun Training

    Die Moorschnucken Lämmer sind eine echte Herausforderung, mehr für mich und meine Kommandos, als für den Hund. Wir bleiben dran und üben…. :D

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